Freitag, 30. Oktober 2009

Bitvise SSH-Produkte

Wie vor einiger Zeit schon angekündigt, habe ich mir nun einmal die SSH-Software der Firma Bitvise Ltd. näher angesehen.

Das Unternehmen vertreibt die Software-Tools WinSSHD und Tunnelier bzw. stellt diese auf den eigenen Internetseiten zum Download zur Verfügung. Wichtig sind hierbei auch die jeweils zur Software gehörenden Lizenzbedingungen, die man sich vorab einmal durchlesen sollte. So ist bspw. für den Einsatz von WinSSHD eine Kauflizenz notwendig, sobald das Produkt im persönlichen UND nicht-kommerziellen Bereich eingesetzt wird. Also zum Beispiel auch, wenn ein Studierender es nicht nur zum persönlichen Gebrauch einsetzt sondern damit auch arbeitet (bspw. als Hilfskraft). Weiterhin ist die kostenlose Personal Edition noch darauf beschränkt, dass lediglich lokale Windows-Accounts genutzt werden können. Einschließlich nur einer Windows- bzw. eine virtuelle Gruppe und auch maximal zehn Windows- und virtuelle Accounts. Auch GSSAPI wird nicht unterstützt. Zudem ist WinSSHD eher ein Serverdienst und kommt auch daher vielleicht nicht unbedingt in Frage.

Bliebe Tunnelier. Diese Software ist dem SSH Secure Shell Client schon wesentlich ähnlicher. Sie bietet neben dem Terminal auch einen Datei-Explorer. Auch die Lizenzbedingungen sind für Privatanwender wesentlich angenehmer. So darf die Software von bis zu vier Personen auf bis zu vier Computern in Einzelumgebungen genutzt werden. Auch die Handhabung ist ähnlich wie beim SSH Secure Shell Client. Von daher kann man diese Software auch problemlos weiterempfehlen. Zumal sie im Entwicklungsstand wesentlich aktueller ist als der frei nicht mehr weiterentwickelte SSH Secure Shell Client. Für den kommerziellen Einsatz sollte man es sich allerdings überlegen. Eine Unlimited Project License schlägt immerhin mit 12.500 US-Dollar zu Buche, für den einzelnen User mit je 44,95 US-Dollar ...

Weitere Projekte, aus denen in der Zukunft vielleicht noch einmal etwas wird, seien auch noch kurz genannt. Aktuell sind diese Tools aber wohl nicht wirklich einsatzbereit.

Libri-Datenleck(s)

Markus Beckedahl von netzpolitik.org hatte bereits am Donnerstag unter dem Titel "Exklusiv: Die Bücher der Anderen" darüber berichtet: Über ein "kleineres" Datenleck bei Libri.de. netzpolitik.org hatte Zugriff auf rund 500.000 Rechnungen inkl. Anschriften und Mailadressen der Kunden. Libri hatte an jede URL für die online einsehbare Rechnung einfach nur eine hochzählende Zahl gehängt. So hätte jeder Benutzer die Rechnungen anderer Kunden einsehen können.

Schmorl und von Seefeld und auch Decius nutzen das System ebenfalls für die Abwicklung ihrer Onlinebestellungen. Libri.de hat mittlerweile immerhin einen Text online gestellt. Schmorl und von Seefeld hat bisher noch nichts weiter auf die Internetseiten gestellt. Auch per Mail hat bisher noch keine der Firmen mal ihre Kunden angeschrieben und Stellung dazu genommen.

Kurze Zeit später stellte sich erneut via netzpolitik.org heraus, dass es anscheinend noch ein weiteres Problem gab. Diesmal mit den Zugangsdaten zu den Händlershops. Und hier zeigte sich dann auch, dass man bei Libri anscheinend nicht wirklich viel von Datensicherheit versteht oder hält. Beckedahl & Co. hatten es lediglich bei einigen Shops probiert und waren dort überall erfolgreich. Die Antwort von Libri.de in einem Rundbrief an seine Kunden lässt sich hier nachlesen. Dort spielt man es auf "drei Buchhändler" herunter.

Tja, muss ich mir wohl einen anderen Händler suchen bzw. nur noch direkt vor Ort vorhandene Ware einkaufen ...

Links zum Thema:
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Interview mit "netzpolitik.org" - Alle Zahlungen könnten über unser Konto laufen
Rheinische Post: Sicherheitslücke bei Libri größer als angenommen
heise Security News: Datenleck bei Libri zieht weitere Kreise
Stern Online: Libri.de-Datenleck schlimmer als vermutet
Focus Online: Neues Datenleck bei Libri.de
Golem: Unsichere Passwörter bei Libri.de
Focus Online: Sicherheitslücke bei Libri.de
Stern Online: Datenpanne bei Libri.de
heise Security News: Libri lässt Kundenrechnungen offen im Netz liegen

Nachtrag: Auch die Buchhandlung Leuenhagen und Paris hier in Hannover nutzt das System.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Root-Server!?

Ich bin für ein paar kommende Projekte gerade über die Anschaffung eines Root-Servers am grübeln. Vielleicht hat ja der/die eine oder andere Leser/in auch noch ein paar Gedanken, Anregungen, Hinweise oder Warnungen parat.

Das wichtigste vielleicht erst einmal vorweg. Was sind die Mindestvoraussetzungen, die ich sehe? Es geht im allgemeinen um ein paar (nicht-geschäftliche) Projekte, die im kommenden Jahr laufen. Hierbei wird auch einiges an Bildmaterial (Fotos und Videos) anfallen. Daher wäre entsprechend "viel" Speicherplatz eine Grundvoraussetzung. Im allgemeinen dachte ich an etwas wie
Betrieb, Einrichtung, etc. sind überhaupt kein Problem. Zudem wäre eine gute Erreichbarkeit bzw. Verfügbarkeit des Servers gerne gesehen. Also nichts, wo man beispielsweise mehrmals im Monat wieder hintertelefonieren muss, weil der Server nicht erreichbar ist. Das immer mal irgendetwas sein kann, ist vollkommen klar und das lässt sich nie zu 100% ausschließen. Aber es sollte eben kein Dauerzustand sein.

Ein kleinere Netzrecherche hat auch schon etwas zu Tage gebracht. Zum einen gibt es die Internetseite Root-Server Vergleich, auf der drei Anbieter verglichen werden:
Weiterhin bin ich auf den Blogeintrag von Tim Bormann gestoßen, der sich Anfang diesen Jahres unter dem Titel "Werde Root Server mieten" auch ein paar Gedanken zu diesem Thema gemacht hat.

Neben den drei oben genannten Anbieter sind mir dann noch die folgenden (in alphabetischer Reihenfolge) untergekommen:
Vielleicht kommt ja noch der/die ein oder andere Vorschlag/Hinweis/Idee in den Kommentaren oder auch per E-Mail.

Role-based access control

Ebenfalls wurde im Rahmen der Veranstaltung "Solaris - Secure by Design" von Jörg Möllenkamp (Principal Field Technologist, Sun Microsystems) über das sogenannte Role-based access control gesprochen.

Jeder, der mit Linux- oder Unix-Systemen zu tun hat, dürfte der Administratoraccount root etwas sagen. Mit diesem Account ist man Superuser und hat eigentlich Zugriff auf alles im System. Nun gibt es aber auch Fälle, wo man überlegt, ob man einem Kollegen oder sogar einer studentischen Hilfskraft bspw. an einer Universität den Vollzugriff auf das System gibt, nur damit zum Beispiel eine einzelne Aktion durchgeführt werden kann.

Hoer kommt auf einem Solaris-System dann das Role-based access control (RBAC) ins Spiel. Hiermit ist nämlich möglich einem Benutzer bzw. einem Account nur ganz bestimmte Rechte zuzuweisen, die beispielsweise notwendig sind, um einen Webserver zu starten. Zusätzliche, nicht benötigte "normale" Benutzerrechte können zeitgleich entzogen werden.

Ein gutes um umfassendes Whitepaper dazu gibt es unter dem Titel "RBAC in the Solaris Operatin Environment" (PDF) direkt bei Sun. Aber auch Jörg Möllenkamp hat auf seinem Blog unter dem Titel "Less known Solaris features: RBAC and Privileges" eine dreiteilige An- bzw. Einleitung mit Beispielen veröffentlicht.

Blickfang Ultra Streetart Spezial

Auch die Redaktion von Blickfang Ultra hat ein Sonderheft herausgebracht. Es trägt den Titel "Streetart Spezial" und soll einen Einblick in die Graffiti-Szene aus Ultrasicht geben.

Alles in allem scheint diese Szene in Deutschland anderen Ländern durchaus "hinterherzuhinken". Zumindest bekommt man den Eindruck, wenn man Bilder beispielsweise aus Polen in diesem Heft sieht. Trotzdem sind einige optisch ganz nette Sachen dabei!

Dazu gibt es neben einem einleitenden Text noch Artikel zu "Ultragraffiti in Dortmund", drei Seiten mit Kommentaren zu diesem Bereich und den Artikel eines auf diesem Gebiet spezialisierten Anwalts. Gerade die Kommentare sehen Ultragraffiti durchaus auch distanziert im Bezug auf die "eigentliche Graffiti-Szene". Ansonsten sind die 116 Seiten mit farbigen Abbildungen vollgepackt.

Das Heft:
Blickfang Ultra Streetart Spezial
Etwas größer als DIN A5
Preis 3,90€

Samstag, 24. Oktober 2009

Basic Audit Reporting Tool (BART)

Durch die Veranstaltung "Solaris - Secure by Design" von Jörg Möllenkamp (Principal Field Technologist, Sun Microsystems) bin ich auf das Basic Audit Reporting Tool (BART) für Solaris aufmerksam geworden.

Es handelt sich dabei um ein Tool, mit dem sich Veränderungen im Dateisystem aufspüren lassen. Interessant ist es daher in erster Linie sicherlich für Systeme, die neu aufgesetzt werden. Wer kann bei bereits laufenden Systemen schon zu 100% sagen, dass alles in Ordnung ist?!

BART arbeitet auf der Dateisystem-Ebene. Das Tool wird nach der Systeminstallationen, -konfiguration und der Einspielung aller notwendigen Updates einmal ausgeführt. Die dabei entstehenden Ergebnisse sollte man am besten in eine Datei schreiben und gut (also sicher :-) ) zur Seite legen. So hat man für jeden beliebigen, späteren Zeitpunkt einen Vergleich, was sich im System verändert hat.

BART kann zudem nach den eigenen Voraussetzungen bzw. Wünschen konfiguriert werden. So lassen sich dann auch nur bestimmte Verzeichnisse oder Dateien "überwachen". Weitere Informationen hierzu finden sich im "System Administration Guide: Security Services" (PDF) ab Kapitel 5, Seite 101ff. sowie im Blog-Eintrag "Less known Solaris features: BART" von Jörg Möllenkamp.

Vacation vs. Stress

Weil es mal wieder irgendwie passt ...

Freitag, 23. Oktober 2009

11Freunde Spezial 70er

Die zweite Spezialausgabe der 11Freunde. Diesmal werden die 1970er Jahre behandelt.

Das Niveau der vorherigen Ausgabe wurde aus meiner Sicht durchaus gehalten. Ist ja bei solchen Spezialheften nicht immer selbstverständlich.

Die 1970er Jahre sind wohl das Jahrzehnt, in denen aus Fußballspielern mehr als nur Spieler wurden. Daher betrachtet die Ausgabe auch den "Weg zu Popstars". Und auch die Duelle des FC Bayern München mit dem VfL Borussia Mönchengladbach finden entsprechende Beachtung. Aber auch der Europapokalsieg des 1. FC Magdeburg wird ebenso nicht vergessen wie der Pokalsieg der Offenbacher Kickers.

Dazu jede Menge Bilder aus diesem Jahrzehnt. Sieht so 30 Jahre später doch irgendwie recht interessant aus :-) Wolfgang Overath äußert sich zudem über Günter Netzer, es gibt einen Rückblick über die Erfolge der Nationalmannschaft unter Helmut Schön und einen Einblick in das Haiti der damaligen Zeit. Immerhin konnte sich das Land seinerzeit für die WM 1974 qualifizieren.

Das Heft kostet 5,90€.

OpenVAS vs. Nessus

Jeder, der sich ein bißchen mit der Sicherheit der Netzwerke in seinem Verantwortungsbereich beschäftigt, wird sicherlich auf das Tool Nessus gestoßen sein und dieses dafür auch einsetzen.

Am 5. Oktober 2005 hat die Firma Tenable Network Security, die Nessus entwickelt, allerdings die Lizenz für das Tool geändert. Seit diesem Tag wird es unter einer propritären Lizenz vertrieben.

Diesen Umstand nahmen einige Softwareentwickler zum Anlass, basierend auf der letzten freien Version ein eigenes System zu entwickeln: Open Vulnerability Assessment System (OpenVAS). Nachdem auch dieses Tool nun bereits einige Jahre alt ist, kann es sich durchaus sehen lassen.

Aus diesem Grund hat das Laboratory for Systems and Signals der Universität Zagreb einen Vergleich der beiden Tools gemacht. Dieser ist unter dem Titel "Nessus/OpenVAS Comparison Test" auch auf Englisch im Netz veröffentlicht (PDF) worden. Dieser Test zeigt zwar, dass Nessus insgesamt durchaus noch besser ist, also in der Erkennung besser arbeitet, aber: OpenVAS muss sich im Bereich der aktuellen Sicherheitslücken, etc. nicht mehr wirklich verstecken. Daher gehört dieses Tool durchaus auch in den Werkzeugkasten des Administrators. Zumal es durchaus auch Schwachstellen gibt (bzw. zum Zeitpunkt des Tests im März 2009 gab?), die OpenVAS im Gegensatz zu Nessus erkannte.

Ein paar mehr Informationen zu beiden Tools gibt es auch in den beiden betreffenden Wikipedia-Artikel: Nessus, OpenVAS

Sonntag, 18. Oktober 2009

PuTTY, SSH und Windows

Da ich sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld eigentlich fast ausschließlich mit Linux und (Open-) Solaris arbeite, kommt von (Informatik-) Studierenden hin und wieder mal die Frage, wie sie sich auch von Windows aus per SSH mit SSH-Keys einloggen können. Kennwortlogins lassen wir nämlich aus gutem Grund nicht zu :-)

Leider ist die von mir bevorzugt empfohlene SSH Secure Shell-Software so nicht mehr frei erhältlich. Eine ältere Version gibt es aber beispielsweise noch auf den Internetseiten der Universität Köln. Die Software hat die angenehme Eigenschaft, dass sie neben einem Terminalfenster auch einen Dateiexplorer mit anbietet.

So müsste man nun zwei Programme installieren, um die Funktionalität zu erhalten. Das eine ist PuTTY für das Terminal, dass andere WinSCP für den Dateiexplorer um auch Dateien ohne Probleme und einfach übertragen zu können. Die Installation ist eigentlich selbsterklärend.

Wenn ich mir nun unter Linux schon einen SSH-Key generiert habe, möchte ich diesen natürlich auch in PuTTY importieren. Hierzu starte ich puttygen.exe und importiere den privaten Schlüssel, den ich auf dem Linux-System generiert hatte. Anschließend ist auch alles bereit und kann genutzt werden. Eine ausführliche Anleitung dazu gibt es zum Beispiel hier. Wobei ich beim zusammenschreiben hier gerade noch auf die Software Bitvise WinSSHD und Bitvise Tunnelier gestoßen bin. Beide sind für den persönlichen und nicht-kommerziellen Einsatz anscheinend kostenlos. Das schaue ich mir bei Gelegenheit noch einmal an.

Wer jetzt zum Beispiel auch noch vor hat, auf einem entfernten Linuxsystem ein grafisches Programm auszuführen, wird erst einmal eine Fehlermeldung bekommen. Hintergrund ist hier, dass unter Windows standardmäßig kein X-System installiert ist. Eine Möglichkeit wäre hier zum Beispiel Xming. Ist diese Software installiert und PuTTY noch so konfiguriert, dass es X-Verbindungen durchtunnelt (Configuration -> Connection -> SSH -> X11 -> Enable X11 forwarding), lassen sich auch auf entfernten Linux-PCs grafische Anwendungen ausführen.

Und auch auf der guten Seite HowtoForge gibt es unter dem Titel "Key-basierte SSH Logins mit PuTTY" eine entsprechende Anleitung, wie man zum Beispiel auch direkt unter Windows sein Schlüsselpaar erstellt und den öffentlichen Schlüssel entsprechend auf den Server kopiert. Ist zwar aus dem Jahr 2006, aber nach wie vor aktuell.

ballesterer #46

Die Oktoberausgabe des ballestererfm behandelt als Titelthema ein seit dem Sommer auch im deutschen Fußball aktuelles Thema. Titel "Aufgespiesst - Red Bull und der Fussball". Red Bull hatte sich ja beim SSV Markranstädt ein- bzw. ihm die Lizenz abgekauft und den RasenBallsport Leipzig e. V. gegründet. Neben dem Verein Salzburg gibt es dann noch "Filialen" in New York und São Paulo. Das Magazin geht auf 18 Seiten auf die Thematik ein.

Interessante Interviews gibt es mit Hugo Sánchez und Coskun Tas. Letzterer war der erste türkischer Fußballer im deutschen Profifußball. Zudem gibt es einen Blick auf den Kampf von Johan Cruyff gegen die Franco-Diktatur zu seiner Zeit beim FC Barcelona.

Weiterhin gibt es beispielsweise noch Berichte über den SC Fortuna Köln und das Projekt "Dein Fussball-Club", das Verbot von Pyrotechnik ab dem Januar 2010 in Österreich oder aber über das "Chaos" in der Kurve des CA Boca Juniors. Und Dr. Pennwieser spricht über die Poprellung.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Tool "screen"

Und zur Abwechslung mal wieder etwas über eines der vielen Linux- bzw. GNU-Tools. In diesem Beitrag soll es um das Tool screen gehen. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um ein Tool, dass etwas mit dem Bildschirm bzw. der Konsole zu tun hat.

screen ist ein sogenannter Bildschirmmanager, der auf Basis eines Terminals mehrere Terminals emulieren kann. Das schöne hierbei ist, dass sich Sitzungen auf diesen virtuellen Terminals jederzeit unterbrechen und später fortsetzen lassen! Zudem lassen sich Sitzungen auf virtuellen Terminals auch mit mehreren Benutzern teilen.

Dementsprechend umfangreich ist auch die Manpage des Tools. Ausgedruckt sind es 47 Seiten. Daher werde ich hier jetzt auch mal nicht auf alle Möglichkeiten des Tools eingehen. So startet der Befehl

        screen vi test.txt

den Editor VIM mit der leeren Datei test.txt in einem virtuellen Terminal. Nur der Aufruf von

        screen

startet ein virtuelles Terminal. Möchte ich hier weitere virtuelle Terminals hinzufügen, kann ich dies über die Tastenkombination STRG-a und c tun (sprich die Tasten STRG und a drücken, beide gedrückt halten und c drücken). Mit STRG-a und n kann ich zwischen den Terminals wechseln. Möchte ich nicht den Überblick über die virtuellen Terminals verlieren, kann ich mittels der Tastenkombinaten STRG-a (dann loslassen) und einem anschließenden A einen Titel vergeben.

Beenden tue ich ein virtuelles Termin entweder über die Eingabe von exit oder aber durch die Tastenkombination STRG-a (anschließend Tasten loslassen) und einem dann gedrückten q. Möchte ich die Sitzung lieber später fortsetzen, kann ich die Sitzung mit STRG-a und d vorsätzlich verlassen und sie später mit screen -r später wieder fortsetzen. Der Inhalt des virtuellen Terminals bleibt erhalten bzw. läuft bei ausgeführten Programmen weiter. Arbeite ich beispielsweise als Administrator auf einem Gerät, kann ich die virtuellen Terminals benutzen, um zum Beispiel einem anderen, (ebenfalls?) nicht vor dem Gerät sitzenden Kollegen zeigen, was ich mache. Dies geschieht, indem sich der Kollege durch den Befehl 

        screen -x

zu dieser Sitzung hinzuschaltet. Der kann hier aber auch selbst agieren und Befehl eingeben. Die Sitzung wird also geshared. Möchte ich, dass der Kollege mir zum Beispiel weiterhilft, weil ich als Benutzer root auf dem Terminal nicht weiterkomme, gehe ich auf meinem virtuellen Terminal mit dem Befehl STRG-a in den Kommandomodus und gebe die beiden folgenden Befehle ein

        multiuser on
        acladd 'benutzername'


Der Kollege mit dem Benutzernamen 'benutzername' kann sich nun mit dem Befehl screen -c root/ mit meiner root-Sitzung verbinden. Sollte dies nicht funktionieren, bitte nachschauen, ob das s-Bit (also bei der Gruppe) gesetzt ist. Bei openSUSE ist dies standardmäßig beispielsweise wohl nicht der Fall. Via

        acldel 'benutzername'

wird der Kollege dann wieder entsprechend aus der Sitzung hinausgeworfen. Viele weitere Optionen findet man noch entsprechend in den Manualpages. Die sind, wie oben bereits geschrieben, mit 47 Seiten DIN A4 recht umfangreich.

Samstag, 3. Oktober 2009

Buch "Wir nennen es Arbeit"

Ein Buchtitel, der mir nun schon mehrmals über den Weg gelaufen ist, ist "Wir nennen es Arbeit - Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" von Holm Friebe und Sascha Lobo. Letzterer dürfte der Internetgemeinde ja durchaus auch ein Begriff sein.

Das Buch beschreibt eigentlich den Weg bzw. das Bestehen in der Selbständigkeit. Es liest sich so ganz gut, ist aber sicherlich nichts für jeden. Und auch ein häufig genanntes Zitat der Autoren "Etwas besseres als die Festanstellung“ finden wir allemal!" ist sicherlich nicht für jeden geeignet. War aber trotzdem mal ganz interessant zu lesen.

Das Buch:
Wir nennen es Arbeit
Die digitale Bohème oder Intelligentes Arbeiten jenseits der Festanstellung
Friebe, Holm; Lobo, Sascha
Wilhelm Heyne Verlag, 2006, München
2. aktualisierte Auflage
ISBN 978-3-453-60056-0
Preis 8,95€

Film "Verblendung"

Wie in mehreren Medien mittlerweile berichtet wurde, ist die Stieg Larsson-Verfilmung des Buchs "Verblendung" wohl fertig und hier in Hannover mittlerweile wohl auch in den Kinos. Da wird dem nächst dann wohl mal ein Kinogang anstehen :-)

Laut Stern Online geht der Film "[...] an die Grenzen des Ertragbaren. Und das muss auch so sein." Und auch die Besetzung der Rolle Lisbeth Salander scheint mit Noomi Rapace laut Rheinischer Post sehr gut besetzt zu sein.

Weitere Artikel:
- "Männer, die Frauen hassen" (Telepolis knews)
- "Mikael Blomkvist lebt gefährlich" (Der Freitag)

Kino-Trailer:

Freitag, 2. Oktober 2009

Bundestagswahlergebnisse

Bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag gab es folgende Ergebnisse hier in der Nordstadt:

26,5% Grüne (2.136 Stimmen)
24,8% SPD (2.005 Stimmen)
16,1% CDU (1.302 Stimmen)
14,9% Die Linke (1.199 Stimmen)
9,4% FDP (762 Stimmen)
6,1% Piraten (490 Stimmen)
0,8% NPD (61 Stimmen)
0,6% Tierschutzpartei (48 Stimmen)
0,3% RRP (28 Stimmen)
0,2% öpd (20 Stimmen)
0,2% MLPD (15 Stimmen)
0,1% DVU (8 Stimmen)

Wahlbeteiligung 74,8%. Weitere Infos unter http://wahl.hannover-stadt.de/. Wenn dann jetzt noch die restlichen Wahlplakate verschwinden würden ...

11Freunde #95

Irgendwie komme ich mit Lesen (und auch dem Podcasthören) nicht mehr so wirklich hinterher. Wird Zeit, dass die Arbeit mal wieder etwas abnimmt :-)

Auch die 95. Ausgabe der 11Freunde ist draußen. Titelthema ist Michael Ballack. Auf zwölf Seiten wird "die seltsame Karriere eines Weltstars" betrachtet. Was wirklich neues erfährt der Leser aber nicht.

Auf vier weiteren Seiten wird ein Blick auf, naja sagen wir mal merkwürdige, Merchandising-Artikel der Bundesligisten geworfen. Aber die Kunden scheinen ja drauf zu stehen und kaufen wohl (fast?) alles, was mit dem eigenen Verein zu tun hat.

Nach Asien geht ein kurzer Blick im Bezug auf Mangas mit Fußballbezug sowie deren Schöpfer. Auf der britischen Insel kommen drei "Althools" zu Wort und aus Duisburg gibt es einen Artikel über das VDV-Camp, dass versucht, arbeitslose Fußballprofis zu vermitteln.

Erstmals erschienen und als Beilage dabei ist 11Freundinnen. Auf 36 Seiten gibt es Informationen, Interviews und Hintergründe rund um den Frauenfußball. Unter anderem mit einem Kim Kulig-Interview.

Das Stadionposter zeigt diesmal das Millerntorstadion des FC St. Pauli. Insgesamt aber wohl mal wieder eine etwas durchschnittlichere Ausgabe.

Engel 07

In der letzten Woche gab es ein paar kleinere Berichte in den örtlichen Print- und Onlinemedien über eine neue Diskothek hier in der Nordstadt von Hannover. Der Laden heißt Engel 07, liegt am Engelbosteler Damm 7 und ist eine Ü25-Diskothek.

Da bot es sich am Samstag nach dem Heimsieg des SV Arminia Hannover und einem kurzen Abstecher auf einen Geburtstag doch noch einmal kurz an dort vorbeizuschauen. Als wir dort ankamen, wurde schon kein Eintritt mehr verlangt (na gut, war auch schon Sonntagmorgen). Alles in allem macht der Laden aber einen guten und angenehmen Eindruck. Erinnerte mich irgendwie so ein bißchen an die Röhre bzw. an das spätere Eternity, gerade auch was die Musik angeht. Es ließ sich dort problemlos noch ein paar Stunden aushalten und der Laden wird bestimmt wieder beehrt!