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Donnerstag, 23. Juni 2011

Tool "MozBackup"

Hin und wieder bin ich im Job auch mal "gefordert", mich mit irgendwelchen Windows-Geschichten herumzuplagen. Vor ein paar Tagen stand mal wieder eine solche Sache an: Aufstellung eines neuen Arbeitsplatz-PCs unter Windows 7 als Ersatz einer älteren Windows XP-Maschine. Dazu sollten natürlich alle Daten, etc. die lokal gespeichert waren mit auf die neue Maschine umziehen. Und es war einiges lokal gespeichert. Unter anderem auch die ganzen E-Mails, da von der betreffenden Person noch POP3 anstatt IMAP verwendet wird. Kann und darf hier aber jeder selbst entscheiden, von daher will ich mich nicht beschweren ;-)

Das eigentliche Backup aller anfallenden Daten, Dokumente, usw. ist nicht weiter kompliziert, wenn man sie denn einmal lokalisiert hat. Etwas kniffliger wird es da schon bei den E-mails oder aber den Einstellungen von Programmen wie Mozilla Firefox oder Mozilla Thunderbird. Gerade auch dann, wenn man den Leuten nicht noch irgendwelche Add-Ons aufs Auge drücken möchte.

Lösung dieses Problems war dann aber doch recht einfach und hört auf den Namen MozBackup. MozBackup ist ein Tool, entwickelt vom Tschechen Pavel Cvrcek, dass Backup- und Restore-Funktionen für die folgenden Programme bereithält (Stand: 23.06.2011):
  • Firefox 1.0 - 5.0
  • Thunderbird 1.0 - 3.3a
  • Sunbird 0.3 - 0.9
  • Flock 1.0 - 2.6
  • Postbox (Express) 1.0 - 1.1
  • SeaMonkey 1.0a - 2.0
  • Mozilla Suite 1.7 - 1.7.x
  • Spicebird 0.4 - 0.8
  • Songbird 1.0 - 1.7
  • Netscape 7.x, 9.x
  • Wyzo
Zwar wird offiziell dazu geraten, bei Backup und Restore immer die gleiche Version der jeweiligen Software zu verwenden, allerdings ging es bei mir auch zwischen folgenden Versionen problemlos:
  • Thunderbird 3.1.10 Deutsch -> Thunderbird 3.1.11 Deutsch
  • Firefox 4.0.1 Deutsch -> Firefox 4.0.1 Englisch
Alle Daten da, wo sie hingehören und damit bekommt das Tool auf jeden Fall eine Empfehlung! :-)

Freitag, 21. Mai 2010

Mondo Rescue

Zur Abwechslung mal wieder ein kleines aber feines Linux-/Unix-Tool für die Kommandozeile :-) Einen etwas ausführlicheren Artikel dazu gab es im Linux Magazin Admin Sonderheft 02-2010.

Bei Mondo Rescue handelt es sich um ein Tool, mit dem man aktuelle und laufende Systeme sichern kann. Dazu wird auch gleich noch ein entsprechendes Rettungssystem gebaut. Sprich: Ich kann die gesicherten Daten auf CD/DVD brennen und bekomme eine Boot-CD, mit der ich im Notfall die gebrannten (System-) Daten zurückspielen kann. Die zu sichernden Daten kann ich entweder direkt auf CD/DVD schreiben lassen oder aber auf andere Medien. Neben Bandlaufwerken praktischerweise auch direkt auf NFS-Volumes. Die Rettungs-Boot-CD selbst wird unter /var/cache/mindi abgelegt.

Tests mit diesem System verliefen im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Lediglich auf einer älteren openSUSE 11.0 64-Bit-Installation wollte das System definitiv laufen. Es gab immer nur die Fehlermeldungen:
test:~ # mondoarchive -V -On nfs://192.168.1.1:/Backup/test -9 -E "/mnt /var/log"
Initializing...
See /var/log/mondoarchive.log for details of backup run.
Checking sanity of your Linux distribution
---promptdialogYN---1--- Your kernel has no ramdisk support. That's mind-numbingly stupid but I'll allow it if you're planning to use a failsafe kernel. Are you?
---promptdialogYN---Q--- [yes] [no] ---
--> yes
Done.
NFS share is not mounted. Please mount it.
Errors were detected in the command line you supplied.
Please review the log file - /var/log/mondoarchive.log
Execution run ended; result=1
Type 'less /var/log/mondoarchive.log' to see the output log
test:~ #
Die Optionen von mondoarchive stehen in diesem Fall für
-On Sicherung auf Netzlaufwerk
-9 Höchste Komprimierungsstufe
-E Diese Verzeichnisse von der Sicherung ausnehmen
-V Backup prüfen
Auf allen anderen System (Debian, openSUSE, SLES, Ubuntu; egal ob 32- oder 64-Bit) lief es aber ohne Probleme. Der Test auf einem Solaris 10 steht dagegen noch aus. Zudem gibt es mit -s noch eine Option, bei der man die Größe des CD-/DVD-Speichermediums angeben kann.