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Montag, 17. November 2008

WLAN-Verschlüsselung, die 3.

Vorhin gab es einen recht interessanten Webcast vom SANS Institute. Wie der Titel Understanding the WPA/WPA2 Break und auch die Beschreibung schon vermuten lassen, geht es um den bereits gemeldete WPA-Hack. Joshua Wright hat dazu rund eine Stunde erklärt und erläutert. Die Folien, etc. gibt es entweder auf den SANS-Seiten und wohl spätestens ab Dienstag auch direkt auf seiner Seite. Viel neues gab es zwar nicht, dafür aber noch einmal alles recht ausführlich und mit Beispielen.

Dienstag, 11. November 2008

WLAN-Verschlüsselung, die 2.

Nachdem ich mir das Paper Practical attacks against WEP und WPA von Martin Beck und Erik Tews nun einmal durchgelesen habe, scheint der erste Eindruck doch etwas getäuscht zu haben.

Zwar ist ein Angreifer nach ca. 12 Minuten in der Lage die letzten 12 Bytes des Klartexts von (8 Byte Message Integrity Check und 4 Byte Checksumme ICV) zu entschlüsseln. Allerdings ist es dann nur möglich, 7 Pakete zum Client zu schicken. Weitere Ströme wären demnach nach vier bis fünf weiteren Minuten entschlüsselbar. Allerdings soll es laut Aussage der beiden Autoren für die Hersteller auch ohne Probleme möglich sein, dieses Problem durch neue Treiber zu beheben.

Allerdings ist wohl damit zu rechnen, dass sich aufgrund dieses Anstosses wieder vermehrt Personen mit der Thematik beschäftigen werden. Daher ist über kurz oder lang ein Umstieg auf WPA2 ratsam. Andererseits kann man aber auch das Temporary Key Integrity Protocol (TKIP) deaktivieren oder aber beim Senden der Daten eine Zeitspanne von 120 Sekunden oder weniger einstellt. Dann dürfte die Entschlüsselung auch nicht mehr so ohne weiteres möglich sein.

Artikel zum Thema:
WLANs: Auch moderne Funknetze lassen sich knacken (Hannoversche Allgemeine Zeitung)
Sicherheitsexperten geben Details zum WPA-Hack bekannt
(heise Security)
WPA Cracked (Schneier on Security)
WPA Wi-Fi Encryption Scheme Partially Cracked (Darknet - The Darkside)

Samstag, 8. November 2008

WLAN-Verschlüsselung

Computerworld hat am 6. November im Online-Artikel Once thought safe, WPA Wi-Fi encryption is cracked darüber berichtet, dass es dem Wissenschaftler Erik Tews (TU Darmstadt) und dem Studenten Martin Beck (TU Dresden) gelungen sein soll, die WPA-Verschlüsselung von Funknetzwerken zu knacken. Geschafft haben sie dies, indem sie den Schlüssel des Temporal Key Integrity Protocols (TKIP) geknackt haben. Dies soll dem Artikel nach in 12 bis 15 Minuten möglich sein. Vorstellen wird Erik Tews das ganze in der kommenden Woche auf der PacSec Conference 2008 in Japan und es anschliessend auch in einem Wissenschafts-Journal veröffentlichen. Eine erste Veröffentlichung gibt es aber schon in Form eines Papers unter dem Titel Practical attacks against WEP and WPA (PDF, ca. 180 kB).

Die beiden haben nicht , wie man jetzt vielleicht vermuten könnte, die sogenannten encryption keys geknackt, sondern sind wesentlich einfacher vorgegangen. Sie bringen die Router dazu, ihnen entsprechend viele Daten zu senden. Anschliessend lässt sich eine Wörterbuchattacke ausgeführen, wenn das Netzwerk einen schwachen pre shared key (PSK) nutzt. Da werden die beiden sicherlich einiges lostreten, sofern dann auch WPA als geknackt gilt. Da wird ein Umstieg auf WPA2 wohl unausweichlich sein. Und das wird sicherlich einige Zeit dauern, bis das alle mitbekommen und umgesetzt haben.

Weitere Artikel zum Thema:
Battered, but not broken: understanding the WPA crack (ars technica)
WPA angeblich in weniger als 15 Minuten knackbar (heise Online)
WLAN-Verschlüsselung WPA wurde geknackt (TecChannel.de)