Posts mit dem Label China werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label China werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 20. August 2019

Buchrezension "Couchsurfing in China"

Bereits das dritte Buch seiner kleinen Reihe hat Stephan Orth mit "Couchsurfing in China - Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht" veröffentlicht. Die beiden anderen habe ich (bisher!) noch nicht gelesen, werde das aber bei Gelegenheit nachholen. Daraus kann man dann durchaus ableiten, dass mir das Buch gefallen hat :)

Was hat Orth gemacht? Er ist gut drei Monate durch China gereist und hat dort quasi Couchsurfing gemacht und seine Eindrücke und Erlebnisse auf knapp 250 Seiten zusammengeschrieben. Insgesamt sind dabei ca. 15.000 Kilometer im Reich der Mitte zusammen gekommen und es wurden 21 Städte, etc. besucht bzw. dort übernachtet.

Der Autor trifft sich dabei mit Menschen vor Ort, lässt sich von ihnen ihre Umgebung zeigen und übernachtet zum Groteil auch bei ihnen. So gewinnt man einiges an Eindrücken vom dortigen Leben, auch wenn der Untertitel "Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht" es sicherlich nicht immer trifft. Orth selbst wird wohl aufgrund dieses Buches auf unabsehbare Zeit kein Visum mehr für China bekommen. Hat mir letztendlich aber Spaß und Unterhaltung gebracht und die Bücher zum Iran und Russland werden wohl auch zeitnah geordert werden.

Das Buch:
Couchsurfing in China
Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht
Stephan Orth
Piper Verlag GmbH, 2019, München
ISBN 978-3-89029-490-2
Preis 16€
Kontakt www.piper.de

Samstag, 14. Mai 2016

Buchrezension "Dalai Lama XIV."

Einer der von mir genutzten Internet-Versandhändler hatte vor einiger Zeit mal einige Schnäppchen in seinem Newsletter angeboten, so dass auf der Internetseite vorbeigeschaut und insgesamt acht Bücher für unter 20 Euro bestellt wurden.

Das zuerst gelesene Buch trägt hierbei den Titel "Dalai Lama XIV." und wurde von Sabine Wienand herausgebracht und ist eine Monographie mit etwa 150 Seiten. Die Autorin selbst hat Sprache und Kultur Indiens und Tibets studiert und kennt sich daher in diesem Kulturkreis demnach auch entsprechend aus. Mitgeordert hatte ich das Buch einmal aufgrund des Preises und zum anderen, weil einem das Thema immer mal wieder über den Weg läuft und mich daher doch ein wenig interessiert :)

Das Büchlein selbst gibt einen guten Einblick in die Funktionsweise des Buddhismus und vor allem auch in den (geschichtlichen) Konflikt zwischen China und Tibet und welche Rolle Indien hier spielt. Denn hier wurde beispielsweise 1956 ein Asylgesuch des Dalai Lama abgelehnt. Im März 1959 flüchtete er dann aufgrund der politischen Lage nach Indien, durfte sich von dort aus aber nicht entsprechend (politisch) betätigen, was bis etwa 1979 anhielt! Denn auch bei Indien wird sehr schnell klar, dass entsprechend Angst vor China herrscht.

Ab etwa 1987 gab es dann international politische Auftritte des 14. Dalai Lamas, der mit bürgerlichem Namen Tenzin Gyatso heißt, in denen er auch immer wieder zu einerLösung der Tibetfrage und vor allem aber auch gewaltlosem Widerstand aufruft. Diese Auftritte sind dann aber meistens nicht-offizielle Empfänge (wie auch beispielsweise der in Deutschland mit Angela Merkel) im Jahr 2007 , damit sich China nicht brüskiert fühlt.

Man gewinnt so einen einigermaßen einfachen Einblick in die gesamte Problematik und kann anhand einer Zeittafel ein wenig die wechselhafte Geschichte Tibets nachvollzoiehen und findet bei Interesse einige Hinweise auf weiterführende Literatur.

Das Buch:
Dalai Lama XIV.
Sabine Wienand
Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2009, Reinbek
ISBN 978-3-499-50673-4
Preis 8,95€ (hier: Preisreduziertes Mängelexemplar 0,99€)
Kontakt www.rororo.de

Sonntag, 21. Dezember 2014

Buchrezension "Google Inside"

Ein bereits im Jahr 2012 erschienendes Buch, dass ich schon länger auf der Liste hatte ist nun auch endlich gekauft und gelesen worden. Um die Firma Google bzw. deren Produkte kommt man im Internet ja nicht unbedingt herum bzw. sucht sich aus Bequemlichkeit keine anderen Anbieter. Von daher hat mich das Buch "Google Inside - Wie Google denkt, arbeitet und unser Leben verändert" von Steven Levy umso mehr gereizt.

Denn Levy berichtet nicht nur seit Anfang des 21. Jahrhunderts über das Unternehmen selbst sondern hatte über Jahre auch direkten Zugang unter anderem zu den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin und bietet daher durchaus den ein oder anderen Einblick in die Denkweise der beiden. Gleiches gilt für viele weitere Mitarbeiter der ersten Stunde, zu denen er entsprechend Zugang hat(te).

Dazu werden auch weitere Themen in Angriff genommen. Zum Beispiel die Tatsache, dass Google beispielsweise in China mehr oder weniger gescheitert ist. Und dies eben nicht nur an der Zensur vor Ort sondern auch an anderen Kleinigkeiten, dass man zum Beispiel keine Bestechungsgeschenke oder ähnliches verteilen möchte, da dies mit der Firmenphilosophie (Don't be evil) nicht vereinbar ist.

Ansonsten kann der geneigte Leser bzw. die geneigte Leserin den Aufstieg des Unternehmens im Endeffekt von Beginn an nachverfolgen und nachvollziehen sowie zum Teil sicherlich auch die Motivation verstehen. Aber auch die Probleme, die das Unternehmen beispielsweise in den Sozialen Netzwerken hat, wo man gegenüber Facebook und Twitter ins Hintertreffen geraten ist und dies wohl auch nicht mehr aufholen kann (und will - denn die Firmenphilosophie besagt zum Beispiel auch, dass man eigentlich nichts nachmachen bzw. hinterherhecheln möchte). Ein guter, aber auch über 500 Seiten starker Wälzer, den man sich, sofern an der Materie interessiert, durchaus einmal zu Gemüte führen kann.

Das Buch:
Google Inside
Wie Google denkt, arbeitet und unser Leben verändert
Steven Levy
mitp, 2012, München
ISBN 978-3-8266-9243-7
Preis 24,95€
1. Auflage
Kontakt www.mitp.de

Sonntag, 25. September 2011

Leibniz Universität Hannover XXXVII

In Zusammenarbeit mit der Interroll-Gruppe kooperiert die Leibniz Universität Hannover unter anderem mit der Southeast University Nanjing aus China. Ziel ist die Erforschung vom nachhaltigen Bau und Betrieb von Distributionszentren.

Mit einem "Rekord" hat es nun auch die Leibniz Universität in die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) geschafft: Ein Langzeitstudent im 78. Semester. Aber es gibt auch noch weitere Fälle mit über 50 Semestern. Die betroffenen Studiengänge wurden aus Datenschutzgründen allerdings nicht genannt ...

"Bye-bye, Blattsalat". So titelt die aktuelle Ausgabe des Blattsalat für die Kalenderwochen 39 und 40. Und in der Tat wird die Printausgabe dieser Publikation eingestellt. Die Informationen gibt es ab sofort nur noch online, via RSS-Feeds oder Applications für Smartphones.

Ein Studentenwohnheim der etwas anderen Art gibt es seit kurter Zeit im Eilenriedestift. Dort sind jetzt kurz vor Beginn des Wintersemesters insgesamt elf Studierende verschiedener Fachrichtungen und Hochschulen untergebracht, nachdem es bereits im letzten Jahr einen (erfolgreichen) Pilotversuch mit vier Studierenden gab.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Buch "Globale Rivalen"

Und mal wieder ein Buch, dass sich mit einem etwas anderen Thema befasst und irgendwie auch zum heutigen 4. Juni passt. Der Titel "Globale Rivalen - Chinas unheimlicher Aufstieg und die Ohnmacht des Westens" dürfte aber schon verraten, um was es geht. Autor des Buches ist Eberhard Sandschneider, Direktor des Forschungsinstitutes der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Lehrstuhlinhaber für Politik Chinas und Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin.

Auf insgesamt 250 Seiten handelt Sandschneider zuerst einmal die Vergangenheit Chinas inklusive der Selbstisolation im 15. Jahrhundert ab. Auch seinerzeit war man den Europäern teilweise schon weit voraus. Durch die selbst auferlegte Isolation wurde China dann eigentlich bis in die 1970er Jahre wirtschaftlich nicht weiter beachtet.

Seit dem beginnenden Aufschwung ist dies aber anders geworden. China wird auch für vieles verantwortlich gemacht, für dass es gerade auch im wirtschaftlichen Bereich nicht wirklich verantwortlich gemacht werden kann. Sandschneider versteht es auch recht gut, dies entsprechend aufzudröseln. Und er zitiert aus meiner Sicht auf Europa bezogen auch Roger Köppel passend : "[...] Die europäische Zukunftsangst sollte nicht die Asiaten treffen. Das wahre Problem ist die Herrschaft des öffentlichen Sektors in Europa. Was staatliche Einrichtungen, Behörden, Bürokratien (national, transnational) an wirtschaftsfeindlicher Regulierungsenergie entfalten, grenzt an Selbstverstümmelung. [...]". Ein Buch, das sich wirklich lohnt!

Das Buch:
Globale Rivalen
Chinas unheimlicher Aufstieg und die Ohnmacht des Westens
Sandschneider, Eberhard
Carl Hanser Verlag, 2007, München
ISBN 978-3-446-40934-7
Preis 19,90€