Dienstag, 13. Oktober 2009

Dienstag, 6. Oktober 2009

Tool "screen"

Und zur Abwechslung mal wieder etwas über eines der vielen Linux- bzw. GNU-Tools. In diesem Beitrag soll es um das Tool screen gehen. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um ein Tool, dass etwas mit dem Bildschirm bzw. der Konsole zu tun hat.

screen ist ein sogenannter Bildschirmmanager, der auf Basis eines Terminals mehrere Terminals emulieren kann. Das schöne hierbei ist, dass sich Sitzungen auf diesen virtuellen Terminals jederzeit unterbrechen und später fortsetzen lassen! Zudem lassen sich Sitzungen auf virtuellen Terminals auch mit mehreren Benutzern teilen.

Dementsprechend umfangreich ist auch die Manpage des Tools. Ausgedruckt sind es 47 Seiten. Daher werde ich hier jetzt auch mal nicht auf alle Möglichkeiten des Tools eingehen. So startet der Befehl

        screen vi test.txt

den Editor VIM mit der leeren Datei test.txt in einem virtuellen Terminal. Nur der Aufruf von

        screen

startet ein virtuelles Terminal. Möchte ich hier weitere virtuelle Terminals hinzufügen, kann ich dies über die Tastenkombination STRG-a und c tun (sprich die Tasten STRG und a drücken, beide gedrückt halten und c drücken). Mit STRG-a und n kann ich zwischen den Terminals wechseln. Möchte ich nicht den Überblick über die virtuellen Terminals verlieren, kann ich mittels der Tastenkombinaten STRG-a (dann loslassen) und einem anschließenden A einen Titel vergeben.

Beenden tue ich ein virtuelles Termin entweder über die Eingabe von exit oder aber durch die Tastenkombination STRG-a (anschließend Tasten loslassen) und einem dann gedrückten q. Möchte ich die Sitzung lieber später fortsetzen, kann ich die Sitzung mit STRG-a und d vorsätzlich verlassen und sie später mit screen -r später wieder fortsetzen. Der Inhalt des virtuellen Terminals bleibt erhalten bzw. läuft bei ausgeführten Programmen weiter. Arbeite ich beispielsweise als Administrator auf einem Gerät, kann ich die virtuellen Terminals benutzen, um zum Beispiel einem anderen, (ebenfalls?) nicht vor dem Gerät sitzenden Kollegen zeigen, was ich mache. Dies geschieht, indem sich der Kollege durch den Befehl 

        screen -x

zu dieser Sitzung hinzuschaltet. Der kann hier aber auch selbst agieren und Befehl eingeben. Die Sitzung wird also geshared. Möchte ich, dass der Kollege mir zum Beispiel weiterhilft, weil ich als Benutzer root auf dem Terminal nicht weiterkomme, gehe ich auf meinem virtuellen Terminal mit dem Befehl STRG-a in den Kommandomodus und gebe die beiden folgenden Befehle ein

        multiuser on
        acladd 'benutzername'


Der Kollege mit dem Benutzernamen 'benutzername' kann sich nun mit dem Befehl screen -c root/ mit meiner root-Sitzung verbinden. Sollte dies nicht funktionieren, bitte nachschauen, ob das s-Bit (also bei der Gruppe) gesetzt ist. Bei openSUSE ist dies standardmäßig beispielsweise wohl nicht der Fall. Via

        acldel 'benutzername'

wird der Kollege dann wieder entsprechend aus der Sitzung hinausgeworfen. Viele weitere Optionen findet man noch entsprechend in den Manualpages. Die sind, wie oben bereits geschrieben, mit 47 Seiten DIN A4 recht umfangreich.

Samstag, 3. Oktober 2009

Buch "Wir nennen es Arbeit"

Ein Buchtitel, der mir nun schon mehrmals über den Weg gelaufen ist, ist "Wir nennen es Arbeit - Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" von Holm Friebe und Sascha Lobo. Letzterer dürfte der Internetgemeinde ja durchaus auch ein Begriff sein.

Das Buch beschreibt eigentlich den Weg bzw. das Bestehen in der Selbständigkeit. Es liest sich so ganz gut, ist aber sicherlich nichts für jeden. Und auch ein häufig genanntes Zitat der Autoren "Etwas besseres als die Festanstellung“ finden wir allemal!" ist sicherlich nicht für jeden geeignet. War aber trotzdem mal ganz interessant zu lesen.

Das Buch:
Wir nennen es Arbeit
Die digitale Bohème oder Intelligentes Arbeiten jenseits der Festanstellung
Friebe, Holm; Lobo, Sascha
Wilhelm Heyne Verlag, 2006, München
2. aktualisierte Auflage
ISBN 978-3-453-60056-0
Preis 8,95€

Film "Verblendung"

Wie in mehreren Medien mittlerweile berichtet wurde, ist die Stieg Larsson-Verfilmung des Buchs "Verblendung" wohl fertig und hier in Hannover mittlerweile wohl auch in den Kinos. Da wird dem nächst dann wohl mal ein Kinogang anstehen :-)

Laut Stern Online geht der Film "[...] an die Grenzen des Ertragbaren. Und das muss auch so sein." Und auch die Besetzung der Rolle Lisbeth Salander scheint mit Noomi Rapace laut Rheinischer Post sehr gut besetzt zu sein.

Weitere Artikel:
- "Männer, die Frauen hassen" (Telepolis knews)
- "Mikael Blomkvist lebt gefährlich" (Der Freitag)

Kino-Trailer:

Freitag, 2. Oktober 2009

Bundestagswahlergebnisse

Bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag gab es folgende Ergebnisse hier in der Nordstadt:

26,5% Grüne (2.136 Stimmen)
24,8% SPD (2.005 Stimmen)
16,1% CDU (1.302 Stimmen)
14,9% Die Linke (1.199 Stimmen)
9,4% FDP (762 Stimmen)
6,1% Piraten (490 Stimmen)
0,8% NPD (61 Stimmen)
0,6% Tierschutzpartei (48 Stimmen)
0,3% RRP (28 Stimmen)
0,2% öpd (20 Stimmen)
0,2% MLPD (15 Stimmen)
0,1% DVU (8 Stimmen)

Wahlbeteiligung 74,8%. Weitere Infos unter http://wahl.hannover-stadt.de/. Wenn dann jetzt noch die restlichen Wahlplakate verschwinden würden ...

11Freunde #95

Irgendwie komme ich mit Lesen (und auch dem Podcasthören) nicht mehr so wirklich hinterher. Wird Zeit, dass die Arbeit mal wieder etwas abnimmt :-)

Auch die 95. Ausgabe der 11Freunde ist draußen. Titelthema ist Michael Ballack. Auf zwölf Seiten wird "die seltsame Karriere eines Weltstars" betrachtet. Was wirklich neues erfährt der Leser aber nicht.

Auf vier weiteren Seiten wird ein Blick auf, naja sagen wir mal merkwürdige, Merchandising-Artikel der Bundesligisten geworfen. Aber die Kunden scheinen ja drauf zu stehen und kaufen wohl (fast?) alles, was mit dem eigenen Verein zu tun hat.

Nach Asien geht ein kurzer Blick im Bezug auf Mangas mit Fußballbezug sowie deren Schöpfer. Auf der britischen Insel kommen drei "Althools" zu Wort und aus Duisburg gibt es einen Artikel über das VDV-Camp, dass versucht, arbeitslose Fußballprofis zu vermitteln.

Erstmals erschienen und als Beilage dabei ist 11Freundinnen. Auf 36 Seiten gibt es Informationen, Interviews und Hintergründe rund um den Frauenfußball. Unter anderem mit einem Kim Kulig-Interview.

Das Stadionposter zeigt diesmal das Millerntorstadion des FC St. Pauli. Insgesamt aber wohl mal wieder eine etwas durchschnittlichere Ausgabe.

Engel 07

In der letzten Woche gab es ein paar kleinere Berichte in den örtlichen Print- und Onlinemedien über eine neue Diskothek hier in der Nordstadt von Hannover. Der Laden heißt Engel 07, liegt am Engelbosteler Damm 7 und ist eine Ü25-Diskothek.

Da bot es sich am Samstag nach dem Heimsieg des SV Arminia Hannover und einem kurzen Abstecher auf einen Geburtstag doch noch einmal kurz an dort vorbeizuschauen. Als wir dort ankamen, wurde schon kein Eintritt mehr verlangt (na gut, war auch schon Sonntagmorgen). Alles in allem macht der Laden aber einen guten und angenehmen Eindruck. Erinnerte mich irgendwie so ein bißchen an die Röhre bzw. an das spätere Eternity, gerade auch was die Musik angeht. Es ließ sich dort problemlos noch ein paar Stunden aushalten und der Laden wird bestimmt wieder beehrt!